Eiszapfen und Dachlawinen

Grundsätzlich ist jeder Grundstückseigentümer selbst dafür verantwortlich, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden.

Droht von einem Dach eine Schneelawine auf die Straße herabzustürzen, ist der Eigentümer, Verwalter oder Hauswart verpflichtet, im gefährdeten Bereich die Gefahr zu beseitigen. Er muss also gegebenenfalls die Straße z. B. mit einem Flatterband absperren, um anschließend den Schnee selbst zu beseitigen oder dies eine Firma ausführen zu lassen. Gleichzeitig muss er die zuständige Straßenverkehrsbehörde benachrichtigen, die ggf. mit dem Straßenbaulastträger (Tiefbauamt) Folgemaßnahmen einleitet. Denn die Gehwegabsperrung kann neue Gefahren durch auf die Straße ausweichende Fußgänger hervorrufen. Die Straßenverkehrsbehörde kann ähnlich wie in § 45 Abs. 6 Straßenverkehrsgesetz (StVG) bei Bauarbeiten Anordnungen zu Sperrungen, Kennzeichnungen etc. treffen.

Für die Feuerwehr ist ein Einsatz deshalb nicht immer erforderlich. So können Hausmeister oder Mieter von einem Balkon, einem Wohnungsfenster oder einer Dachluke aus zum Beispiel mit einem Besenstiel erreichbare Eiszapfen abstoßen. Ähnlich könnten auch Schneewehen beseitigt werden. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, währenddessen den Gehweg von einer anderen Person absperren zu lassen. Erst wenn mit Eigenmitteln nichts erreicht werden kann, sollte die Feuerwehr gerufen werden.

Wasserrohrbruch – Wasserschaden 

Bei einem Wasserrohrbruch ist sofort der Zulauf abzusperren. Absperrmöglichkeiten sind bei allen Bauten im Keller meistens in der Nähe der Wasseruhr, bei Neubauten oft auch in der Wohnung vorhanden. Mieter und Hausmeister sollten daher wissen, wo sich die Absperrorgane befinden. Bei diesen Schäden kann auch die Feuerwehr nicht mehr tun.

Ausgelaufenes Wasser kann vom Fußboden mit Müllschaufel, Scheuerlappen und Eimer aufgenommen werden. Pumpen der Feuerwehr können erst eingesetzt werden, wenn größere Wassermengen ausgelaufen sind, die einige Zentimeter hoch stehen und wichtige Güter gefährdet sind.

Glatteis, Blitzeis, Eisregen 

Durch Regen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann es zu überfrierender Nässe mit Glatteis kommen. In solchen Situationen kommt es innerhalb weniger Stunden zu zahlreichen Verkehrsunfällen oder Stürzen mit einer erheblichen Zunahme der Notfälle.

Bitte verwenden Sie bei Glatteis geeignetes Schuhwerk. Nehmen Sie bei Glätte die Hände aus Jacken- bzw. Manteltaschen, so daß Sie die Hände frei haben. So können Sie sich bei einem drohenden Sturz noch abstützen. Meiden Sie ungestreute, ungeräumte oder abschüssige Gehwege oder Straßen. Verzichten Sie auf Ihr Auto. Nutzen Sie nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel.

Bitte denken Sie daran, daß auch die Feuerwehr vom Glatteis betroffen ist. Fahrzeiten zu den Einsatzstellen können sich deshalb erheblich verlängern.

Betreten von Eisflächen

Die Feuerwehr warnt dringend davor, Eisflächen auf Gewässern  zu betreten.

Ist eine Person im Eis eingebrochen, ist sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sollte mit den an den Ufern der Berliner Gewässer vorhandenen Eisrettungsgeräten oder anderen als geeignet erscheinenden Mitteln versucht werden, zu helfen.

Freihalten der Hydranten von Eis und Schnee

Hydranten liegen meist auf Gehwegen in Fahrbahnnähe und werden beim Schneeräumen nicht nur übersehen, sondern oft noch mit Eis und Schnee zugedeckt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bildet der tauende und wieder gefrierende Schnee einen dicken Eispanzer und macht der Feuerwehr die Löschwasserentnahme fast unmöglich. Eine hierdurch verzögerte Brandbekämpfung kann u.U. Menschenleben kosten und hohe Sachschäden verursachen.

Hauseigentümer, Hausverwaltungen und Hausmeister möchten wir daher daran erinnern, unbedingt die Hydranten für die Feuerwehr von Eis und Schnee freizuhalten. Dies ist übrigens im Straßenreinigungsgesetz auch so vorgeschrieben. Deshalb sollten Hauseigentümer, Hausverwaltungen und Hausmeister Ihrer, in §10 der Satzung über die Straßenreinigung der Stadt Dreieich geregelten Verpflichtung, auch nachkommen.

Eventuell kann der Geschädigte Schadenersatz gegenüber dem zur Räumung Verpflichteten geltend machen.

Hydranten sind durch 25 cm x 20 cm große weiße Schilder mit rotem Rand kenntlich gemacht. Hinter dem „H“ für Hydrant ist der Wasserrohrdurchmesser (in Millimetern) und darunter die Entfernung des Hydranten vom Hydrantenhinweisschild (in Metern) angegeben.