Hinweise zum Verhalten bei Unwetterwarnung

  • Informieren Sie sich über das Radio oder entsprechende Warnapps für Ihr Smartphone, z.B. KATWARN, NINA oder WarnWetter. Hier können Sie für Ihren aktuellen Standort auch automatisierte Warnmeldungen erhalten.

Prävention

​Gefahr durch Wasser:

  • Fest eingebaute Pumpen sollten auf Funktion überprüft werden.
    Funktionieren die Schwimmer, die die Pumpe einschalten sollen?
    Transportiert die Pumpe auch Wasser oder ist das Pumpenwerk defekt oder die Ableitungen verstopft?
    Gibt es evtl. Ersatzpumpen, die im Notfall eingesetzt werden können?
  • Rückstauklappen sollten auf ihre Funktion geprüft werden.
    Die Rückstauklappen verhindern einen Rückfluß aus der Kanalisation. Sind diese verdreckt, dann können diese nicht mehr richtig schließen und dass Wasser aus der Kanalisation kommt aus Waschbecken oder Toiletten wieder zurück.
  • Absicherung durch Sandsäcke oder andere bauliche Maßnahmen.
    Gerade in Gewässernähe oder bei Hanggrundstücken lohnt es sich evtl. eigene Sandsäcke vorzuhalten oder mit anderen baulichen Maßnahmen Vorsorge zu treffen, dass das Wasser am Haus oder Grundstück vorbei geleitet wird.
  • Weitere Maßnahmen in der Nähe von Gewässern.
    Besonders in der Nähe von Bächen sollte darauf geachtet werden, dass die Bachläufe frei sind. Auch sollte in Bachnähe nichts gelagert werden, insbesondere keine Grünabschnitte. Durch die ansteigenden Bachläufe können diese mitgerissen werden und Durchläufe oder Brücken verstopfen.

Schutz vor Sachschäden

  • Halten Sie Balkon- und Terrassenabläufe sowie alle zum Gebäude gehörenden sonstigen Abläufe frei von Blättern und Blüten!
  • Fahren Sie Markisen ein, schließen Sie Sonnenschirme!
  • Ziehen Sie Netzstecker und Antennenkabel von Fernsehgeräten und PCs!
  • Bekämpfen Sie kleinere Wasserschäden selbst. Sie halten damit Feuerwehrkräfte für wichtige Einsätze frei.
  • Bleiben Sie bei Sturm und Gewitter zu Hause oder in dem Gebäude, in dem Sie sich gerade aufhalten – das ist der sicherste Ort.
  • Sollten Sie im Freien überrascht werden, gehen Sie in Kauerstellung.

Notruf

Brände und andere akute Notfälle melden Sie über den Notruf 112.

Bitte informieren Sie uns auch, wenn unser Einsatz gar nicht mehr erforderlich ist, zum Beispiel weil das Wasser wieder abgelaufen ist, oder Sie sich selbst helfen konnten!

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Regen- und Sturmschäden nach Priorität abgearbeitet werden. Belasten Sie die Leitstelle nicht durch Nachfragen, außer in wirklich dringenden Fällen. Die Feuerwehr kommt!

Publikationen zum Herunterladen

Informationen zum richtigen Verhalten bei Unwetter finden Sie beim BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Einsatzabwicklung bei Unwetterlagen

Nachdem ein starkes Unwetter über das Stadtgebiet gezogen ist, dauert es meist nicht lange, bis der Alarm „Unwettereinsätze, Einsatzbereitschaft herstellen“ ausgelöst wird. Bedingt durch die meist große Anzahl gleichzeitiger Einsätze wird nun ein spezielles Vorgehen nötig: die Priorisierung von Einsätzen. Dazu wird bei einer entsprechenden Anzahl von Einsätzen im Stadtgebiet in der Feuerwache ein kleines „Lagezentrum“ eingerichtet. Die Leitstelle Dietzenbach schickt die einzelnen Einsätze dann nur noch per Fax ins Feuerwehrhaus. Nur eilige Einsätze und Einsätze mit Menschenrettung werden nochmals alarmiert. Das Lagezentrum wird von mehreren Führungskräften in unserer Zentrale eingerichtet. Die Einsätze werden nun direkt an die einzelnen Fahrzeuge vergeben und durch die Kräfte vor Ort abgearbeitet.

Natürlich stehen uns nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung. Wir können selbst mit unseren zahlreichen Fahrzeuge nicht alle Einsätze gleichzeitig abarbeiten. Deshalb fahren vorab Führungskräfte (z.B. Zugführer) möglichst jeden Einsatzort an, erkundet dort die Lage und entscheidet über das weitere Vorgehen. 

Auspumpen von KellernAbgerissene ÄsteUmgestürzte BäumeÜberflutete Fahrbahnen
… ist im Rahmen von Unwettereinsätzen in der Regel erst ab einer Wassertiefe von einigen Zentimetern sinnvoll. Bei weniger Wasser müssen Sie unter Umständen selbst tätig werden. Das Auspumpen macht erst Sinn, wenn kein Wasser mehr von außen nachläuft.

Selbsthilfe-Tipp: prüfen Sie regelmäßig die Bodenabflüsse und eventuell vorhandene Rückstauklappen auf ihre Funktion. Stellen Sie bei einem Unwetter rechtzeitig den Strom im Keller ab, um Kurzschlüsse durch das Wasser zu verhindern.
… werden von der Feuerwehr nur entfernt, wenn sie die öffentliche Sicherheit gefährden. Äste, die auf Privatgrund zu stürzen drohen und dabei keine erhebliche Beschädigung von Sachwerten zu befürchten ist, werden in der Regel nicht durch die Feuerwehr entfernt.

Selbsthilfe-Tipp: sichern Sie die Gefahrenstelle bis zum Eintreffen der Feuerwehr ab. Kleinere Äste können Sie eventuell sogar selbst entfernen.
.. werden von der Feuerwehr ebenfalls nur bei einer unmittelbaren Gefährdung entfernt, z.B. wenn Bäume auf Häuser oder Straßen gestürzt sind oder zu stürzen drohen. Für alle anderen Fälle sind spezialisierte Unternehmen zuständig, denen die Feuerwehr keine Konkurrenz machen darf.

Selbsthilfe-Tipp: lassen Sie alte, kranke oder gefährdete Bäume rechtzeitig zurückschneiden oder fällen, damit es beim nächsten Sturm erst gar nicht zu einer Gefährdung kommen kann.
Die Kanalisation ist ohnehin bereits überlastet und ein Abpumpen macht zunächst wenig Sinn. Erfahrungsgemäß läuft das Wasser nach kurzer Zeit von selbst ab.

Wichtiger Hinweis: Heben Sie keine vermeindlich verstopften Gullydeckel selbst an – es kann dadurch ein lebensgefährlicher Sog enstehen.

Das richtige Verhalten

Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr! 

Achten Sie bei überfluteten Räumen darauf, dass der Strom abgeschaltet ist! 

Bleiben Sie während des Unwetters in Ihrem Haus und versuchen Sie nicht, noch irgendwelche Sachen in Ihrem Garten zu retten. Warten Sie ab, bis sich das Unwetter verzogen hat.

Rufen Sie bei einer konkreten Gefahr den Notruf 112 – wenn es die Lage erfordert, erhalten Sie von uns selbstverständlich sofort Hilfe!

Bitte beachten Sie, dass die meisten Einsätze im Rahmen von Unwettern auf Ihrem Privatgrundstück kostenpflichtig sind (Gebührensatzung für Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Dreieich) Bevor wir tätig werden, informieren wir Sie nochmals darüber. Meist können die Kosten von einer Versicherung übernommen werden – informieren Sie sich am Besten im Voraus bei Ihrer Versicherung.