Die Sirenen bleiben stumm

Die Feuerwehren in Dreieich werden „still“ alarmiert. Bei ca. 600 Einsätzen im Jahr wäre die – früher übliche – Alarmierung per Sirenensignal eine ziemliche Belastung für die Bevölkerung.

Der Alarmierung geht der Notruf voraus. Alle Einsätze der Feuerwehren und des Rettungsdienstes im Kreis Offenbach werden von der Leitstelle in Dietzenbach koordiniert; dort gehen auch die über die 112 getätigten Notrufe ein. Auch automatisierte Alarme – zum Beispiel von Brandmeldeanlagen – laufen dort auf.

Je nach Meldung werden die erforderlichen Rettungsmittel und die Feuerwehren alarmiert. Die Alarmierung erfolgt über Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Dazu führt jeder im Team Feuerwehr ständig einen Digitalen Meldeempfänger (Melder, Piepser, Pager) mit sich. Über diesen kann auch direkt eine Rückmeldung gegeben werden, zum Beispiel ob man am Einsatz teilnehmen kann (oder auch nicht).

Die Feuerwachen werden zusätzlich per Telefax (Alarmfax) über die Details des Einsatzes informiert. Der Fahrzeugführer des zuerst ausfahrenden Fahrzeugs nimmt dieses Dokument mit zur Einsatzstelle. Elektronische Displays in den Feuerwachen zeigen zwei verschiedene Kartendarstellungen (Übersichts- und Detailansicht) sowie die für den Einsatz erforderlichen Rettungsmittel und den aktuellen Einsatzstatus der Fahrzeuge.