Feuerwehr zieht Unwetterbilanz

Etliche Stunden ehrenamtlicher Arbeit liegen nun hinter uns. 60 Feuerwehrmänner und -frauen unserer Stadtteilfeuerwehr waren mehrere Tage lang im Einsatz um die Folgen des schweren Unwetters zu beseitigen. Wir waren im gesamten Stadtgebiet und in Egelsbach im Einsatz.

Solche großen und komplexen Einsatzlagen sind auch für uns eine Herausforderung: Alle gemeldeten Einsatzstellen werden zentral erfasst, im Zweifelsfall vor Ort erkundet, und nach Dringlichkeit priorisiert, dann werden die Einsatzmittel (Personal und Fahrzeuge) disponiert und die Einsatzstellen nach und nach abgearbeitet. An erster Stelle steht hierbei für uns die Abwehr akuter Gefahren für Leben oder Gesundheit von Mensch und Tier – das ist unser Auftrag.

Bei Unwetterlagen ist der jeweilige Fahrzeugführer für die Einsatzabwicklung und -dokumentation eigenverantwortlich. Das schont Ressourcen und hält den Funkverkehr frei. Bei extremen Wetterlagen kann es durchaus möglich sein, dass die Feuerwehr nicht sofort tätig wird oder bereits angefange Hilfsmaßnahmen unterbricht, zum Beispiel wenn eine nicht unerhebliche Gefahr für Personal oder Gerät besteht.

Da neben der Abwicklung der Unwettereinsätze auch das normale „Tagesgeschäft“ an Einsätzen ansteht, steht zusätzlich immer ein einsatzbereites Fahrzeug auf der Feuerwache Süd in Bereitschaft um den Grundschutz für die Stadt sicherzustellen.

Der Klimawandel und die damit einhergehenden neuen Herausforderungen für den Katastrophenschutz sind auch Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte. Informationen hierzu gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK.

Wir haben in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit den Bürgern führen können. Auch wenn der eine oder andere länger auf uns warten musste oder wir gar nicht helfen konnten, sind wir freundlich und verständnisvoll behandelt worden. Nicht jeder umgestürzte Baum ist beispielsweise ein Fall für die Feuerwehr – liegt der Baum ausschließlich auf privatem Grund und geht keine akute Gefahr mehr von ihm aus, können wir nur auf Fachfirmen verweisen.

Wir danken auch den Menschen, die uns spontan bei unserer Arbeit unterstützt, und mit angepackt haben. Neben unseren Kettensägen waren auch einige private „Fichtenmopeds“ im Einsatz.

Danke an unser gesamtes Team Feuerwehr und eure Familien, die tage- oder stundenlang auf euch verzichten mussten.