Notfalltüröffnung – was steckt dahinter?

Wer unsere Einsatzberichte regelmäßig liest, stellt fest, dass häufig das Einsatzstichwort „Notfalltüröffnung“ genannt wird. Was verbirgt sich hinter diesen Einsätzen?

Wir verstehen unter einer Notfalltüröffnung, das gewaltsame Eindringen in eine Wohnung oder eine sonstige Örtlichkeit, in der ein Notfall vorliegt oder vermutet wird. Häufig sind dies medizinische Notfälle (Unfälle, akute Erkrankungen), bei denen der Hilfebedürftige dringend medizinisch versorgt werden muss; die Tür aber nicht mehr selbständig öffnen kann.

Auch bei anderen Gefahrenlagen, wie einem Feuer, einem Wasserrohrbruch oder ähnlichem, kann eine Notfalltüröffnung erforderlich sein. In diesem Fall dient diese Maßnahme der Gefahrenabwehr.

Für die Türöffnung stehen uns diverse technische Hilfsmittel zur Verfügung – von filigran bis robust. Auf Details verzichten wir hier aber. „Tür eintreten“ gehört übrigens nicht dazu. Oftmals lassen sich verschlossene Wohnungen aber auch über andere Wege „betreten“, darum bringen wir bei solchen Einsätzen auch immer die Drehleiter mit.

Für „normale“ Türöffnungen, wenn man sich „ausgesperrt hat“ sind übrigens die gewerblichen Schlüsseldienste zuständig – nicht die Feuerwehr. Auch hier gibt es Ausnahmen, zum Beispiel wenn der Herd noch an ist, oder sich kleine Kinder oder betreuungsbedürftige Personen in der verschlossenen Wohnung aufhalten.

Da wir bei einer Notfalltüröffnung immer in den gesetzlich geschützten, sogenannten ,höchstpersönlichen Lebensbereich‘ eindringen, wird bei solchen Einsätzen immer auch die Polizei hinzugezogen.